Frau Mausig Teil I
In einem Büro, einer großen Versicherungsgesellschaft, arbeiten an die 14 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Manchmal mehr und manchmal weniger, die Fluktuation ist sehr groß. Kaum hat sich eine kleine Gruppe angefreundet und arbeitet gut zusammen, ist es auch schon wieder vorbei. Frau Mausig beobachtet diese Dynamik schon seit geraumer Zeit. Sie ist die Dienstälteste. Sie will gar nicht darüber nachdenken, aber sie ist schon 25 Jahre in der Firma: „25 Jahre, ein halbes Jahrhundert, sagt sie immer wieder zu ihren Freundinnen. Kaum ein Mensch ist heute noch so lange bei ein und derselben Firma.“
Jedenfalls hat Frau Mausig irgendwann in den letzten Wochen beschlossen der „Sache“ auf den Grund zu gehen, die Dynamik zu enträtseln, denn die Stimmung unter den Mitarbeitern leidet ziemlich. „Immer missgelaunte, einsilbige Kollegen um mich herum kann ich auf Dauer nicht aushalten.“ Das verspricht Frau Mausig sich selbst. Sie ist im Grund ihrer Seele eine „Lachwurzn“ und denkt an Zeiten in diesem Büro, wo die ganze Mannschaft gemeinsam zum Heurigen gegangen ist oder eine Radtour gemacht hat und dabei immer mächtigen Spaß hatten. Es war auch die Zeit, wo Motivation oder Mobbing gar kein Thema war. Alle hatten zusammengehalten, wenn mal was schief gelaufen ist.
„Was ist passiert? Wann hat sich das verändert? Was kann ich tun, um wieder gute Stimmung ins Büro zu bringen?“ Frau Mausig erinnert sich an einen Tipp, den sie mal gehört oder gelesen hat, sie weiß es nicht mehr so genau. „Wenn du Menschen begegnest: schau dein Gegenüber an und erkenne, dass Schöne und Gute an ihm an ihr und sprich es aus. Nimm auch wahr, was du siehst, hörst und spürst. Sind es Gefühle, wie Ärger, Zorn, Trauer … finde die Antwort in dir. (Was macht mich ärgerlich, zornig, traurig?)“ „Ja, das mach ich, das probiere ich aus, das kann ein erster Schritt sein!“ Frau Mausig freut sich, etwas tun zu können.
Fortsetzung folgt …….
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