Inmitten einer Großstadt lebt Herr Mutig, er ist Angestellter eines internationalen Großkonzerns. Schon seit einigen Jahren denkt Herr Mutig über einen Jobwechsel nach, Ideen hat er genug. Er hat alles bis in kleinste durchdacht, was er machen möchte, wie er es machen möchte, warum er es machen möchte. Auch seinen Freunden hat er seine Pläne schon erzählt. Sie sind allerdings schon etwas genervt und gelangweilt, denn immer wieder dasselbe hören ist fad und glauben können sie es schon gar nicht mehr, dass er tatsächlich seine Pläne irgendwann mal umsetzt.
Herr Mutig spürt natürlich eine gewisse Distanz seiner Freunde zu diesem Thema. Er beginnt an seinen Plänen zu zweifeln, denn „Wenn meine Freunde nicht mehr an mich glauben, dann wird wohl das Ganze nichts sein“ Er verliert den Glauben zu sich selbst und bleibt Angestellter in der Firma, mit einer großen Portion Wehmut, dass seine Pläne doch nichts sind.
Ein halbes Jahr später, Herr Mutig ist am Weg ins Büro, er kommt an einem Geschäft vorbei, dass Herz beginnt wie wild zu klopfen, das Adrenalin schießt in seinen Körper. In diesem Geschäft sieht er seine Pläne verwirklicht. Irgendjemand hatte offensichtlich die gleiche Idee und sie in die Tat umgesetzt. Im nächsten Moment steigen Zorn, Neid und Hass gleichzeitig in ihm auf: „Warum hab ich nicht gehandelt? Warum hab ich es nicht getan? Denn, so schlecht kann meine Idee, dann doch nicht gewesen sein.“ Er ist richtig sauer auf sich selbst.
In den nächsten Tagen, nachdem der Druck der Emotionen nachgelassen hat, denkt er angestrengt nach. Immer wieder von vorn bis hinten, von hinten nach vorn. Woran lag es? Er beginnt Selbsterfahrungsbücher zu lesen, beschäftigt sich intensiv mit seinen offenen Fragen. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, kommt ihm der rettende Gedanke. „Ich war wohl nicht überzeugt genug, von meinen Plänen. Ich konnt´s mir nicht gut vorstellen, wie es ist, mit meinen Plänen Erfolg zu haben und ich hab auch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um herauszufinden was gut passt und gar nicht passt.“
Augenblicklich verändern sich bei Herrn Mutig die Körperhaltung, die Mimik und die Ausstrahlung. Sein Körper nimmt eine Brust-raus-Haltung ein, in seinem Gesicht ist ein zartes Lächeln der Freude zu sehen und das Gefühl wird von einer "Ja-ich-hab-die-Antwort-gefunden-Genugtuung" ergriffen. Er ist motiviert. Er ist voller Vorfreude: „Ja, das mach ich jetzt! Ich werde mir das nächste Projekt hernehmen. Gut, dass ich so viele Ideen habe.
„Diesmal werde ich mir das Ziel-Bild so fröhlich, bunt, so überzeugend, wie möglich ausmalen, sodass ich immer motiviert die nächsten Schritte gehen kann. Wie Ed Moses schon gesagt hat: „In der Niederlage steckt der Sieg“
Und am Weg dahin werde ich ganz genau aufpassen, hinhören und hinschauen. Was gut läuft, das bleibt und was nicht gut läuft, werd ich entweder weglassen oder verändern.“ verspricht sich Herr Mutig selber.
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