Montag, 18. Juli 2011

Geschichten, Loslassen


Loslassen die Vierte, Kampf weglassen  (Teil 1)

Im sonnigen Bergland von Tirol lebte Frau Ehrlich mit ihrem Mann und den zwei gemeinsamen Kindern. Von ihrem Vater hatte sie vor einigen Jahren die Firma übernommen. 
In diesen Jahren, hat sie alle ihre Kraft in die Firma gesteckt, sie hatte nur einen Gedanken:  „Die Firma muss bestehen bleiben.“  Tagaus – tagein, immer denselben Gedanken, schon über einige Jahre. Der Satz wurde immer mächtiger, drückender. Wie das Schwert des Damokles hängt dieser Satz über ihr und beherrscht ihr gesamtes Tun.
Frau Ehrlich bemerkt nicht wie ihre Familie sich von ihr zurückzieht. Das die guten Freunde schon lange das Weite gesucht haben, ist ihr ebenfalls nicht aufgefallen. Wie ein Pferd, dem mit den Scheuklappen das Sichtfeld eingeschränkt wird.

Frau Ehrlich ist am Ende ihrer Kräfte! Jeden Tag am Abend, fällt sie immer früher völlig erschöpft ins Bett. In einer dieser Nächte träumt sie: „Eine Frau sitzt in einer  Wiese umringt von vielen verschiedenfarbigen Wiesenblumen. Vor ihr steht ihre Leinwand und ganz entspannt malt sie. Ihre Lieblingsmotive sind die Schafe, die vor ihr ebenso entspannt weideten. Es sind Ihre Schafe, sie ist Schäferin. Diesen Herzenswunsch hat sie sich schon in ihrer Kindheit vorgestellt und jetzt im Erwachsenenleben erfüllt.  Gleichzeitig beobachtet sie am Nachbargrundstück eine Frau, die verbissen an einem Werkstück arbeitet, immer wieder greift sie zum Telefon  und telefoniert. Der Gesichtsausdruck wird immer verärgerter, ihr Blick ist starr auf ihre Arbeit gerichtet.
Die Frau  zu sich: Nooooo, das ist auch eine Lebensentscheidung:  Kampf, Ärger, Unlust
Da lob ich mir doch meine:  Freude, Spaß, Genuss!“

Frau Ehrlich macht die Augen auf, sie ist hellwach, schaut auf die Uhr,  fünf  zeigt sie an. „Was war das? Sie glaubte gerade von einer anderen Welt gekommen zu sein, so real, dass sie einige Minuten braucht um zu erkennen  welche Welt die Wirkliche ist.

Dort angekommen erkennt sie die Botschaft:
„Ich muss was ändern!“  dieser Satz war ganz groß in ihrem  Kopf.   Sie schläft nicht wieder ein, geht in die Küche setzt sich mit einer Tasse Kaffee zum Tisch. „ich muss was ändern, ich muss was ändern, ich muss was ändern.“ So beginnt für Frau Ehrlich, dieser neue Tag. Ein neuer Tag mit neuen Gedanken, neuen Handlungen und einem neuen Leben.

Fortsetzung folgt ……..

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